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01.04.2019

Markus Grübel: „Religionsfreiheit ist eine Voraussetzung für ein friedliches Miteinander“

Markus Grübel MdB diskutiert mit Fachleuten über verschiedene Aspekte des Grundrechts auf Religionsfreiheit (Bild: INTELLECTUAL RESERVE, INC.).

Religionsfreiheit ist eine Voraussetzung für das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft. Darüber waren sich der Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung Markus Grübel MdB, der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume und andere geladene Experten bei einem Podiumsgespräch in Esslingen einig.

"Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht und gewinnt weltweit an Bedeutung", sagte Grübel in einem einführenden Referat vor 160 Interessierten im Esslinger Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi. Das Potential von Religion müsse erkannt und ausgeschöpft werden. Anschließend folgte eine vom Politikwissenschaftler Dr. Ralf Grünke moderierte Podiumsdiskussion. Dabei ging es um Fragen, wie der Rolle von Religion im Alltag und gesellschaftlichen Miteinander. Außerdem ging die Fachrunde auf den Einfluss des Grundrechts auf Religionsfreiheit vor Ort und im internationalen Kontext ein.

"Religionsfreiheit zu verteidigen bedeutet nicht nur, ein Grundbedürfnis des Menschen zu verteidigen, sondern auch ein Ja zum Leben", gab Dr. Blume zu Bedenken. Der Religionswissenschaftler übt das Amt des Beauftragten gegen Antisemitismus zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Referats "Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak" im Staatsministerium aus.

Die Religionspädagogin Gökçen Sara Tamer-Uzun setzt sich für den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in Baden-Württemberg ein. Beim Podiumsgespräch mit dem Titel "Freiheit für, durch und von Religion" erläuterte sie, der Religionsunterricht trage entscheidend zur Integration bei. "Wir gehören dazu. Wir sind Teil der Gesellschaft. Wir sind Deutsche, muslimische Deutsche", sagte Tamer-Uzun.

Die friedensstiftende Komponente der Religionsfreiheit nahm der Sozial- und Friedensethiker Dr. Johannes Frühbauer von der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg in den Blick. Dabei müsse es religiösen Gemeinschaften möglich sein, religiös begründete Argumente in den öffentlichen Diskurs einzubringen, erklärte Dr. Frühbauer.

Dr. Thomas Schneider leitete über Jahre ehrenamtlich zehn Gemeinden den Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Raum Stuttgart. Der Ingenieur und Blogger meinte, gewohnte Freiheiten wirkten oft selbstverständlich. Man müsse sich jedoch immer wieder neu für sie stark machen.

 

 

 
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